Gysi verbietet „F“U!

Die Partei schlägt zurück: Nach der mäßig beliebten Entscheidung des Politbüros, keinen Raum an der Universität für eine Veranstaltung mit Gregor Gysi zu genehmigen, da diese genau wie im Gegensatz zu den kürzlichen Wahlkampfauftritten akademischen Gipfelbesteigungen mit Schäuble und Steinbrück nicht „wissenschaftlich“ sei (die Presse berichtete), soll der unerwünschte Politiker nun zum Gegenangriff blasen.

Aus Kreisen seiner Partei heißt es nun, es werde ein „F“U-Verbotsantrag beim Bundesverfassungsgericht geprüft. Die „Freie“ Universität sei demnach als „extremistische“ und verfassungsfeindliche Organisation einzustufen. „Der sogenannte Extremismus der Vereinten Mitte ist ein zunehmendes Problem“, so ein anonymes Mitglied des Parteivorstands. „Es scheint, als hätte gerade die Leitungsebene den Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung längst verlassen.“

Die Politbüro-Fraktionen „Vereinte Mitte“ und „Liberale Aktion“ reagierten mit Empörung. Hinter vorgehaltener Hand war von „Gesinnungsschnüffelei“ und „Verbotshysterie“ die Rede. „Die glauben wohl, sie können einfach alles verbieten, was ihnen politisch nicht in den Kram passt“, schnaubte ein Politbüro-Mitglied, das aus Angst vor einem Eintrag im Verfassungsschutzbericht nicht namentlich genannt werden wollte. „Aber wir lassen uns nicht einschüchtern! Wir exzellenzieren einfach trotzdem weiter.“

Inwiefern eine Durchsetzung der „F“U mit V-Leuten sich als problematisch für ein mögliches Verbotsverfahren erweisen könnte, ist derzeit noch nicht absehbar. Anders als bei rechten Parteien und Kameradschaften ist allerdings nicht zu befürchten, dass die Universität größtenteils durch staatliche Gelder finanziert wird: Der Berliner Senat, nicht zuletzt unter Beteiligung der Linkspartei, hat den Geldhahn schließlich in weiser Voraussicht längst zugedreht. Lediglich einzelne Zellen innerhalb der Universitätsstruktur sollen Gerüchten zufolge über Zahlungen an exzellente V-Leute maßgeblich vom Bund subventioniert werden. Doch diese Peinlichkeit, so versicherte eine Sprecherin des Bundesbildungsministeriums, wurde mittlerweile erkannt und der problematische Zahlungsverkehr solle in den nächsten Jahren eingestellt werden.

Möglicherweise verschafft dies der „Freien“ Universität noch einige Semester Zeit, um sich etwa durch einen Umzug auf die Cayman Islands den deutschen Behörden zu entziehen. Ein Förderverein Cronies of „Freie“ Universität Berlin (CFUB) soll sich dort bereits im Aufbau befinden.

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